Mit Elli unterwegs: In Sachen E-Mobilität  

Neulich habe ich mich vielleicht erschrocken! Da flitzte in Dormagen ein kleines rotes Auto an mir vorbei und ich hatte es überhaupt nicht kommen hören. Ein Auto ohne Motor?
Wie geht denn das? An der Seite war ein großer Stecker aufgemalt.

Später habe ich dann meine Eltern gefragt. "Der Stecker ist der Trick", sagte mein Vater.
"Denn das Auto fährt mit Strom. Es hat gar keinen Motor. Deshalb ist es so leise. Solche Autos wirst Du in Zukunft viele sehen." Das hat mich neugierig gemacht.

Deshalb war ich heute bei der evd energieversorgung dormagen gmbh und habe dort Herrn Spitzenberg getroffen. Er ist nämlich der Fahrer des flotten Flitzers ohne Geräusche, den ich neulich in der Stadt gesehen habe. Von ihm wollte ich das alles einmal genau wissen.

Elektroauto
Herr Spitzenberg fährt täglich mit dem Elektroauto durch Dormagen und sorgt dafür, dass unsere Kunden Gas, Wasser und Strom bekommen.

Herr Spitzenberg, was ist das für ein Auto, mit dem Sie da so lautlos durch Dormagen huschen?  

Das ist ein Elektroauto. Es fährt mit Strom und nicht mit Benzin oder Diesel. Deshalb braucht es auch keinen normalen Motor. Und einen Elektroantrieb hört man eben so gut wie nicht. Ich hoffe, ich habe Dich neulich nicht wirklich erschreckt. Nächstes Mal hupe ich vorsichtshalber.

Autofahren mit Strom. Warum macht man das? Gibt es nicht mehr genug Benzin oder Diesel? Da sind doch überall Tankstellen.  

Für die nächsten Jahre haben wir tatsächlich noch genug Treibstoff. Aber irgendwann, in ein paar Jahrzehnten, gehen die Vorräte zu Ende. Da schadet es also nicht, rechtzeitig auszuprobieren, ob es auch anders geht. Das ist der eine Grund.

Und der andere?  

Autos verursachen Abgase, wenn auch inzwischen weniger als früher. Bei rund 42 Millionen Privatautos kommt da in Deutschland eine riesige Abgaswolke zusammen.

Und das ist schlecht fürs Klima. Hatten wir in der Schule.  

Richtig. Normale Autos sind Umweltsünder, da dürfen wir uns nichts vormachen. Und Elektroautos verschmutzen eben die Umwelt nicht. Außerdem verursachen Sie keinen Lärm. Das sind zwei ganz dicke Vorteile.

Und wie tankt man Strom?  

Aus der Steckdose. Das Auto hat eine Batterie und die kann man mit einem Kabel aufladen. Wie einen Akku.

Funktioniert das mit jeder normalen Steckdose? 

Genau das ist das Gute. Man macht das entweder zuhause, zum Beispiel in der Garage, oder man fährt zu einer Strom-Tankstelle. Die evd hat eine auf der Mathias-Giesen-Strasse errichtet. Diese soll zukünftig auch für alle Elektro-Auto-Fahrer zugänglich sein. Die zeige ich Dir nachher.

evd-Tankstelle für Elektroautos
evd-Tankstelle für Elektroautos

Das muss doch endlos lange dauern. Schon der Akku von meinem Handy braucht eine Weile. 

So schlimm ist das gar nicht. Wenn die Batterie ganz leer ist, dauert es bei unserem Auto gerade einmal vier Stunden. Das kann man bequem über Nacht machen – und morgens ist der Akku wieder voll.

 Dann ist das sicher ziemlich billig. Denn Strom ist nicht besonders teuer.

Ich habe das mal ausgerechnet: Mit unserem kleinen Elektroauto fahre ich 100 Kilometer für 3 Euro. Das ist deutlich weniger als wenn man Benzin oder Diesel tankt.

Und wo tankt man auf der Fahrt in den Urlaub? 

Das ist noch ein Problem. Es gibt bislang viel zu wenige Strom-Tankstellen. Im Moment ist so ein reines Elektroauto noch eher etwas für den Nahbereich. Ich bin überwiegend in und um Dormagen unterwegs. Da komme ich mit einer Akkuladung gut hin. Übrigens könntest Du das selber einmal ausprobieren.

Aber ich habe doch noch gar keinen Führerschein!

Nicht mit dem Auto. Es gibt doch auch E-Bikes. Elektrofahrräder. Die funktionieren im Prinzip genauso. Die Kraft kommt aus dem Akku.

Kenn ich. Der Vater von meiner besten Freundin hat so ein Ding. Das geht echt ab. 

Siehst Du. Es funktioniert genauso mit Strom. Und ein Elektrofahrrad hört man auch nicht.
In Dormagen fahren davon schon etliche. In Zons haben wir eine E-Bike-Ladestation eingerichtet. So kann man bei einer Radtour zwischendurch nachtanken – zum Beispiel – wenn man eine Pause macht um was zu essen oder zu trinken.

evd-Ladestation für Elektrofahrräder
evd-Ladestation für Elektrofahrräder

Das klingt ja ganz spannend. 

Ist es auch. Das alles zusammen nennt man "Elektro-Mobilität". Unterwegs sein mit Strom. Das wird Dir in Deinem Leben noch häufig begegnen.

Spitze! Vielen Dank für die vielen und interessanten Informationen Herr Spitzenberg. Und nächstes Mal bitte hupen! 

Möchtest du mehr wissen, dann schau doch mal unter: www.wikipedia.de

Bubbles